Projektziele III (Technisches Kompetenzelement 1.03)

Zielfindung, Zielbewertung und Priorisierung

Neben dem Gesamtziel eines Projekts ist es notwendig, dieses in weitere Teilziele herunterzubrechen, die Teilziele zu bewerten und eine Priorisierung vorzunehmen.

Nur durch so ein strukturiertes Vorgehen wird eine realistische Planung für das Projekt ermöglicht.

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Zielfindung

Ausgehend von dem Gesamtziel oder der Projektidee müssen Teilziele für das Projekt erarbeitet werden.

Als Grundformen der Zielfindung können diskursive oder intuitive Methoden eingesetzt werden.

  • Bei der diskursiven Vorgehensweise wird ein Problem analysiert, vorhandene Ideen werden gesammelt und durch Kombination von Ideen Ziele für das Projekt zusammengestellt. Dieses Vorgehen kann sich auf bestehende Erfahrungen, Kundenwünsche, Lastenhefte und Experteninformationen stützen.
  • Beim intuitiven Vorgehen geht es darum, viele Ideen zu produzieren und zu sammeln. Hierzu eignen sich Kreativitätstechniken wie Brainstorming oder Brainwriting, durch die erst einmal eine Vielzahl von Zielideen hervorgebracht wird.

Zielbewertung

Hat man in einem Schritt der Zielfindung Zielideen formuliert, ist es im nächsten Schritt erforderlich, aus den gesammelten Zielideen die für das Projekt relevanten auszufiltern, zu gliedern und jeweils zu bewerten.

Eine Methode, diese Bewertung durchzuführen, ist die Nutzwert-Analyse. Die Nutzwert-Analyse ist eine Methode zur systematischen Entscheidungsfindung, um zu einer Auswahl zu gelangen. Es werden Kriterien aufgestellt (objektive und subjektive), die mit einer prozentualen Gewichtung einzelne Ziele charakterisieren. Aus der Gewichtung und der Einschätzung des Nutzens für ein bestimmtes Kriterium eines jeden Ziels ergibt sich dann eine Rangfolge für die zu beurteilenden Ziele, so dass eine Auswahl von Zielen stattfinden kann.

Priorisierung

Anschließend ist es wichtig, die einzelnen Ziele mit einer Priorisierung zu versehen. Dies kann durch eine Einteilung in

  • Muss-,
  • Kann- oder
  • Wunsch-Ziele

erfolgen und bei Bedarf auch in eine Werteskala eingruppiert werden. Hierdurch ist im späteren Projektverlauf immer eine Einschätzung möglich, welche Ziele für einen Projekterfolg zwingend notwendig erreicht werden müssen und welche bei Bedarf fallengelassen werden können.

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