Projektstrukturplan (PSP) I (Technisches Kompetenzelement 1.09)

Bedeutung der Projektstrukturierung

Projekt als Vorgänge mit einem Einmaligkeitscharakter sind relativ komplexe Gebilde und somit recht schwer zu überblicken. Eine Projektstrukturierung bietet hier die Möglichkeit, Transparenz in das Gebilde zu bringen, indem das Gesamtprojekt nach unterschiedlichen Gesichtspunkten in kleinere überschaubare Teile zerlegt wird.

Das Ergebnis der Strukturierung ist der Projektstrukturplan (PSP).

Foto: “Binary Kite” von Mikael Hvidtfeldt Christensen lizensiert unter CC BY 2.0

Struktur

Struktur wird definiert als Gesamtheit aller essentiellen Beziehungen zwischen den Bestandteilen eines Systems. Anhand der Struktur wird der Aufbau und die Wirkungsweise eines Systems veranschaulicht.

Projektstrukturierung

Die Projektstrukturierung stellt nun die Struktur bezogen auf ein Projekt auf. Sie beschreibt die vollständige und systematische Gliederung der Aufgaben und Inhalte des Projekts. Das Ergebnis einer Projektstrukturierung ist der Projektstrukturplan (PSP).

Projektstrukturplan (PSP)

Der Projektstrukturplan ist die graphische oder tabellarische Darstellung des Ergebnisses des Vorgangs der Projektstrukturierung. Er stellt das zentrale Ordnungs- und Kommunikations-Instrument im Projekt dar. Der Zweck der Projektstrukturierung und deren Ergebnisses des Projektstrukturplans sind:
  • Darstellung der Gesamtaufgabe und des Projektgegenstands in seiner Gesamtheit,
  • Schaffung von Transparenz von Aufgaben und Beziehungen innerhalb eines Projekts,
  • Reduktion der Komplexität,
  • Detaillierung der Gesamtaufgabe in Teilaufgaben und Arbeitspakete,
  • Darstellung des Orientierungsrahmens für das Projekt.

Der PSP hat die Aufgabe, das Projekt bzw. dessen Gesamtaufgabe in planbare und überschaubare Einheiten zu gliedern. Zusätzlich ist der PSP ein Instrument, die Verantwortlichkeiten innerhalb des Projekts zu verteilen. Weiterhin stellt er (mindestens)

die notwendige Voraussetzung dar für
  • Ablauf- und Terminplanung,
  • Einsatzmittelplanung,
die Basis dar für
  • Kostenschätzung,
  • Risikoanalyse,
  • Struktur des Pflichtenhefts,
  • Projektsteuerung,
  • Vertragsmanagement,
  • Dokumentenmanagement. 

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